Katzencafés in Deutschland: Katzentempel in Leipzig

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, bin ich ein großer Fan von Katzencafés. Im Neko No Niwa in Singapur kennt man mich sogar namentlich. Und auch vom Stubentiger in Hannover war ich damals sehr begeistert.

Dieses Jahr habe ich endlich die Chance genutzt und Leipzig besucht. Und da es dort einen Katzentempel gibt, stand dieser natürlich auf dem „Sightseeing Programm“. Nach einem anstrengenden Tag, an dem wir einiges in Leipzig gesehen hatten, entschlossen wir uns noch auf ein Getränk im Katzentempel vorbeizuschauen. In dem Katzencafé Leipzig wohnen sechs Fellknäuel, eines niedlicher als das andere. Leider konnten wir nur fünf der Katzen entdecken.

Katzencafé Leipzig – ein Erfahrungsbericht

Als wir an der Adresse ankamen, brauchte ich ein wenig, bis ich das Café entdeckte. Es versteckt sich ein wenig unscheinbar neben einem Hotel und einem Nerdladen.

Adresse: Nürnberger Str. 1, 04103 Leipzig

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Die Außenfassade des Katzentempels Leipzig

Wenn man die Türe öffnet, kommt man in einen kleinen Vorraum, der mit einer Glastüre von dem Hauptraum abgetrennt ist. Dahinter befindet sich das Café. Als wir reinkamen, war es sehr voll und die wenigen leeren Tische waren reserviert. Also fragten wir, ob es noch einen Tisch für zwei gäbe. Leider war die Bedienung alles andere als freundlich und antwortete in einem sehr schnippischen und frechen Ton, dass sie daraus schließen würde, dass wir nicht reserviert hätten. Und das ginge überhaupt nicht zur Hauptkaffeezeit. Wieso würden wir denn so etwas tun?

In dem Moment hätten wir am Liebsten Kehrtwende gemacht und wären wieder gegangen, aber wir waren durstig und brauchten definitiv eine Pause vom Sightseeing. An sich habe ich nichts gegen den Hinweis auf Reservierung, aber der Ton macht die Musik! Der erste Eindruck war daher schonmal gedrückt und unsympathisch.

Während die Kellnerin uns einen Tisch herrichtete, sahen wir uns etwas um. Vier der Cafékatzen tummelten sich um und auf dem Tresen, eine lag in einem Körbchen auf einer Fensterbank und Nummer sechs konnten wir partout nicht finden.

Nachdem wir einen Tisch hatten, bekamen wir eine Karte und konnten uns aus dem Angebot etwas aussuchen. Das Katzencafé bietet ausschließlich vegane und vegetarische Gerichte an, die Kuchenauswahl ist groß und es gibt verschiedenste Heiß- und Kaltgetränke. Wir entschieden uns für etwas zu trinken und einen Obstsalat. Außerdem findet sich am Ende der Karte ein Regelwerk (Katzen nicht füttern, nicht mit Blitz fotografieren & Co.) und eine Seite zeigt Fotos der sechs Cafékatzen mit den jeweiligen Namen.

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Drei der insgesamt sechs Stubentiger

Da kein Eintritt anfällt, sind die Preise höher, damit die Tiere gut versorgt werden können. Das finde ich auch vollkommen in Ordnung und verständlich. Die Tiere haben einen Rückzugsort und viele Möglichkeiten sich im Café hinzulegen. Sei es zwischen den Gästen auf den Fensterbänken oder höher gelegen auf kleinen Katzeninseln. An der Kasse kann man Leckerchen bekommen und auch Katzenspielzeug steht zur Verfügung.

Während wir dort saßen, prasselten die Eindrücke nur so auf uns ein. Es war laut, es war voll, es war stickig, die Musik war viel zu laut und basslastig und kleine Kinder rannten und kreischten durch den kleinen Saal. In Singapur und in Hannover war es Pflicht, dass man sich leise unterhält, damit der Geräuschpegel nicht zu hoch ist. Hier störte das keinen. Außerdem hatten in Singapur Kinder unter sieben Jahren gar keinen Zutritt.

Auch kenne ich die Hygienevorschriften der anderen beiden Cafés (Hannover und Singapur): Getränke mussten immer abgedeckt werden und auch Kuchen bzw. allgemein Essen wurde so serviert, dass dieses ebenfalls vor den Katzen geschützt werden konnte. In Singapur musste man sich sogar vor Betreten des Katzenraumes die Schuhe ausziehen und die Hände waschen. Aber nicht so in Leipzig: Essen gab es auf offenen Tellern oder in offenen Schüsseln und Getränke wurden nicht abgedeckt.

Ich fand auch die Atmosphäre sehr angespannt, ich persönlich fand das Café nicht gemütlich und wir verschwanden dementsprechend auch schnell wieder.

Mein Fazit zum Katzentempel Leipzig: Laut, hektisch, voll und nicht der beste Platz für Katzen. Die Mitarbeiter sollten auf ihre Artikulation bzw. auf den Ton achten, den sie ihren Cafégästen gegenüber nutzen. Ich kann das Katzencafé in Leipzig leider NICHT empfehlen und werde es nicht noch einmal besuchen.

 

 

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11 Kommentare zu „Katzencafés in Deutschland: Katzentempel in Leipzig

  1. Sehr schade, liebe Michelle. Ich erinnere mich gerne an unser erstes Treffen im Katzencafé in Singapur. Katzen können so niedlich sein, aber sie mögen halt auch Ruhe.
    Hoffentlich kannst du mit deinem Artikel zu einer Änderung anregen.

    Frohe Ostern
    Liane und R.

    Gefällt 1 Person

  2. Das klingt schrecklich. Da tuen mir die Katzen leid, weil de Kinder bestimmt auch manchmal am Fell ziehen. Ich bin grade aber angetan in Hannover ins Katzen Cafe zu gehen. Möchte austesten ob meine Allergie jetzt weg ist. Aber auch Katzen kuscheln :)
    Und das mit der unfreundlichen Bedienung finde ich richtig schlimm. Kann man nicht auch ruhig und nett sein, wenn andere Menschen es sind? Die Dame ist da eindeutig im falschen Beruf gelandet.

    Danke aber für deine Eindrücke :)

    xoxo Vanessa

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Vanessa, vielen Dank für deinen Kommentar. Es wird schon darauf geachtet, dass die Katzen gut behandelt werden. Aber Ausnahmen gibt es ja immer.
      Dass sie so unfreundlich war, kann ich auch nicht verstehen. Kann man ja nicht immer wissen, dass man reservieren muss.
      Das Stubentiger Café in Hannover hat leider im März dieses Jahr geschlossen, sehr schade. Es hat mir sehr gut gefallen!

      Liken

  3. Hallo Michelle,

    so interessant ein Katzencafé auch klingt, aber die Zustände in Leipzip klingen alles andere als toll.
    Hast du den Post im Nachhinein auh mal mit dem Café geteilt, denen direkt dein Feedback mitgeteilt oder deren Facebook-Seite genutzt?

    LG, Janine

    Gefällt 1 Person

  4. Ich hab von solchen Katzencafes schon oft gehört, war aber bisher in keinem! In Edinburgh hätten wir mal die Chance gehabt, aber es war zeitlich nicht möglich! Sehr schade, ich liebe Katzen!

    Liebe Grüße
    Jana

    PS: Dein Kommentarfeld ist geschrumpft.

    Gefällt 1 Person

  5. Die ersten Minuten in einem Café oder Restaurant zählen für mich: wenn ich mich mal nicht wohlfühle, kann es sein, dass ich wieder umdrehe. Man kann ja als „Durchreisender“ nicht wissen, das man eine Reservierung bräuchte. Und wenn du jetzt auch die anderen Katzencafés zum vergleich hast, dann tun mir die Katzen dort wirklich leid :(

    Gefällt 1 Person

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