Round Up Part 2: Work & Travel in Kanada und ein Auslandsjahr in Lateinamerika

Im zweiten Teil des Round Ups/der Blogparade darf ich euch Isas Work & Travel in Kanada und Rosemaries Auslandsjahr in Lateinamerika vorstellen.

Hi, ich bin Isa. Ich mag Kitsurfen, gutes Essen und Reisen, bin Weltenbummler durch und durch! Ich liebe das Reisen und bin wohl auch eine der Generation Y , die dem „Wanderlust Gen“ verfallen ist. Genau deshalb ist im Dezember 2017 „lustloszugehen.de“ der Reiseblog für abenteuerlustige & neugierige Wasserratten online gegangen – ein echtes Herzensprojekt.

Auslandsjahr New York (4)

Flüge gebucht – One way!

Schon eine ganze Weile ist es her, dass ich meinen Rucksack gepackt habe und mich auf den Weg nach Oregon (USA) gemacht habe. Die Wohnung gekündigt, den Hausstand verpackt und das Studium in der Tasche. So machte ich mich im Mai 2012 auf den Weg in die USA.  Ein mehrmonatiger Aufenthalt auf einer Farm und ein halbes Jahr Work & Travel in Kanada standen auf dem Plan.

Für mich war wichtig mein Englisch zu verbessern, deshalb fiel die Wahl auf Nordamerika. Zudem dachte ich mir die ersten Wochen auf einer Farm zu leben, zu arbeiten und in ein typisch amerikanisches Familienleben reinzuschnuppern wäre ein guter Start – und das war es!

Auslandsjahr Quebec (5)

Reisen bildet und macht selbstbewusster.

Schon so oft habe ich diesen Satz gelesen und jedes Mal gedacht, ja, das stimmt. Aber es sind noch so viele andere Dinge, die ich auf Reisen gelernt habe, ganz besonders natürlich auf meiner ersten großen Solo-Reise nach Nordamerika. Seitdem kann ich mich nicht nur wunderbar ohne Stadtkarte in einer fremden Stadt zurechtfinden, die Himmelsrichtungen auch ohne Kompass bestimmen oder einschätzen wie spät es ca. ist. Nein, ich bin offener geworden, habe materielle Ideale und Oberflächlichkeiten über Board geworden. Ich habe gelernt den Moment zu leben und nicht so viel über „was wäre wenn“ nachzudenken.

Mein Auslandsaufenthalt hat alles verändert

Nach meinem Auslandsaufenthalt kam ich als völlig veränderter Mensch wieder – auch wenn diese Veränderung für meine Familie und Freunde wahrscheinlich gar nicht so offensichtlich war. Heute ist die Veränderung vielleicht sichtbar, doch die wenigsten werden es auf meine Zeit in Nordamerika zurückführen. Eine Zeit die mich, auch heute nach 6 Jahren noch schmunzeln, träumen und lachen lässt. Eine Zeit, die mich mehr geprägt hat als ich es mir je hätte vorstellen können.

 

Ein Jahr Aufenthalt in Süd- und Mittelamerika vor mehr als 50 Jahren

Ein Jahr Aufenthalt in Süd- und Mittelamerika vor mehr als 50 Jahren hat mein damaliges Leben vollständig verändert. Ich wollte raus der Enge, der ständigen Bevormundung durch meinen cholerischen und autoritären Vater und wollte endlich selbstständig und mutiger werden, deshalb musste es ein Radikalschnitt sein. Ich war nun volljährig, sonst hätte es mein Vater nicht erlaubt. Das Praktikum, das ich für das Studium brauchte, und das Reisekostenstipendium habe ich mir selbst besorgt.

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Rosemarie vor 55 in Machu Picchu

Sechs Monate dauerte das Praktikum, in dem ich auch gearbeitet habe: als Vertretung der Sekretärin und als Handlangerin für alles, was anfiel. Vor allem habe ich eine unglaubliche Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erlebt und Eindrücke gesammelt, die mich nachhaltig geprägt haben. Ich habe festgestellt,  dass ich mehr kann, als ich mir selbst zugetraut hatte, ich wurde selbstständiger und mutiger. Ich traute mir nun vieles zu, was ich früher für unmöglich gehalten hatte. So verlängerte ich den Aufenthalt nach dem Praktikum um weitere 6 Monate und reiste allein durch Süd-und Mittelamerika.

Dass ausgerechnet Argentinien mein Ziel wurde, hatte mit den großartigen Beschreibungen von Karl May in dem Buch „Am Rio de la Plata“ zu tun. Bücher waren die einzige Quelle, aus denen ich mich informieren konnte, Internet oder Fernseher gab es damals nicht.

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Busfahrt durch das Hochland der Anden in Peru

Der Aufenthalt hat mich auch beruflich geprägt: ich wollte etwas mit Spanisch machen. So arbeitete ich nach dem Studium erst als Reiseleiterin, dann als Übersetzerin und schließlich als Lehrerin für Spanisch und Mathematik.

Einzige negative Erfahrung: am Anfang hatte ich schreckliches Heimweh und wurde richtig krank. Danach nie wieder.

Rosemarie bloggt übrigens selbst unter Senioren um die Welt.

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21 Gedanken zu “Round Up Part 2: Work & Travel in Kanada und ein Auslandsjahr in Lateinamerika

  1. Zwei tolle Geschichten, die beide zeigen, wie wichtig solche Erfahrungen sein können. Eine Zeit lang im Ausland zu leben und auf sich selbst gestellt zu sein, bringt einem so viele Erkenntenisse über sich selbst und man wächst über sich hinaus.

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  2. Das sind wirklich schöne Beiträge! Ich hatte nie den Mut, alles zu kündigen und in die Welt aufzubrechen! Aber so eine Leben auf einer Farm könnte ich mir auch eine Weile vorstellen :) Klingt super!

    Liebe Grüße
    Jana

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  3. Du hast ja so recht und ich kann dich so gut verstehen. Ich habe in meiner Zeit als Flugbegleiterin ganz bewusst sehr viele Länder bereist und kennen gelernt. Einfach nur traumhaft … ich könnte mein ganzes Leben nur reisen.

    Liebe Grüße
    Verena

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  4. Oh wow, schon allein den Mut auf zu bringen um den Schritt zu wagen, alle Zelte abzubrechen und einfach los zu reisen, finde ich unglaublich toll! Die zwei haben ja wirklich viel erlebt, ich schau ab jetzt auf jeden Fall öfter vorbei! :) Das weckt ja richtig das Fernweh!
    Liebe Grüße
    Sarah

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  5. Zwei schöne Geschichten, genau deshalb lieben wir das Reisen! Man wird offener und erweitert seinen Horizont, vielleicht sollte man ein Reisepflichtjahr einführen, hilft vielleicht gegen so manche merkwürdige Haltungen die manche so haben.

    LG aus Norwegen
    Ina

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  6. Das klingt immer so aufregend und war es bestimmt auch. Ich kann mir gut vorstellen, dass man aus so einer Erfahrung mit sehr viel Selbstbewusstsein hervor geht. Allerdings braucht man davon ja auch vorher reichlich, sonst würde man sich das vielleicht gar nicht erst trauen. Ich finde es auf jeden Fall mutig und einfach toll!

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  7. Ich sammle seit einiger Zeit Posts zu Amerika. Ich will selbst gerne dahin, um einen Roadtrip zu machen und suche so mir die Ziele zusammen, die wirklich etwas eigenes haben. Mir hilft das sehr. Kanada ist dabei auch ein Punkt der für mich zu einer Reise durch Amerika dazu gehört, auch wenns es die nördlichste Seite des Kontinents ist.

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  8. Ich bewundere ja immer Menschen, die alles verlassen und ins Ausland gehen. dann zurück kommen und ganz anderes Leben. Ich würde wohl nicht wieder kommen. Weil mich hier nichts halten würde. Klar meine Freunde sind hier. Aber mittlerweile gibt es ja alle Möglichkeiten sich nicht zu verlieren. Aber solche Erfahrungen zu machen und die mit sich tragen, finde ich toll. Egal ob Usa/ Kanada oder Mittel/Süd Amerika! Einfach klasse :)

    xoxo dein Lipstickbunny Vanessa

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  9. Deine Idee zu dem Round Up finde ich super! Ich finde, jeder junge Mensch sollte diese Chance nutzen und mal für längere Zeit ins Ausland gehen. Ich habe nach meiner Matura damals leider zu viel auf die falschen Leute in meinem Leben Rücksicht genommen und das versäumt, was ich bis heute noch bereue. Wenn ich noch mal Anfang 20 wäre, würde ich alles anders machen ;)
    LG Anita

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    1. Wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer.
      Ich kenne das mit den falschen Menschen. Das gehört vielleicht auch dazu?
      Schade, dass du die Chance versäumt hast, aber dafür kannst du den Rat ja an jüngere Generationen weitergeben :)

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  10. Wow! Auch diese beiden Beiträge sind wieder sehr spannend und total mutig! Mein Opa sagt immer: „In der Ferne werden es Menschen.“ Er meint damit, dass man zu einem guten Menschen wird, wenn man seine Komfortzone verlässt und sieht, wie es in anderen Kulturen zugeht und man sich einfach auch mal selbst durchschlagen muss. Mir scheint, er hat wie immer recht.
    LG
    Charnette

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  11. Ich bewundere ja alle, die als junge Menschen so einen ziemlich radikalen Schritt machen und hier alles hinter sich lassen. Das hätte ich mich nicht getraut.
    Zum Glück kann man die Erfahrungen des Reisens auch später noch machen und auch als reiferer Mensch noch viel dazu lernen und sich weiterentwickeln.

    Liebe Grüße
    Gina

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  12. Liebe Michelle,
    das sind wirklich 2 ganz unterschiedliche Geschichten und dennoch haben sie eines gemeinsam: Reisen verändert! Ich bin altersmäßig mehr oder weniger in der Mitte der beiden und kann nur bestätigen, dass mich auch mich die häufigeren Reisen, die ich durch das Bloggen machen kann, selbstbewusster gemacht haben.
    Liebe Grüße
    Elena

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