Blogger gegen Rassismus: #mundaufmachen

Ein allgegenwärtiges Thema. In den Medien. Auf den Straßen. Auf verschiedenen Blogs. Überall.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns wieder unter Hitler befinden. Menschen, die „anders“ sind in den Augen „anderer“ Menschen werden durch Straßen gejagt, Asylantenheime werden abgefackelt, Hassparoden werden gebrüllt, Gewalt angedroht und durchgeführt. Rassismus scheint wieder modern zu sein. Homophie liegt voll im Trend. Und andere Religionen? Sind doch eh alles Terroristen.

Wann genau haben wir uns so zurückentwickelt? Wieso bedrohen Menschen andere Menschen? Nur, weil wir in Deutschland geboren wurden, haben wir das Privileg mit unserem Pass durch die Welt zu reisen. Andere müssen den selben Weg durch das Meer flüchten. Auf viel zu vollen Booten, ohne Gewissheit, dass sie die Flucht überleben. Familien werden auseinandergerissen. Ob durch die Flucht oder den Tod. Nicht gerade ein erfülltes Leben, oder?

Menschen flüchten vor Krieg, vor Gewalt. Und in Deutschland angekommen, wird ihnen erneut Gewalt angedroht. Wo ist die Empathie? Was wäre, wenn in Deutschland plötzlich Krieg ausbricht, Menschen flüchten wollen und vor verschlossenen Grenzen stehen? Leider helfen Parteien wie die AfD oder NPD nicht gerade, beim Entwickeln der Empathie; bei der Aufklärung; bei der Lösung von Problemen. Ich bin kein Fan von Politik, und auch nicht von unserer Politik. Aber die aktuelle Lage auf die Flüchtlinge zu schieben, ist alles andere als richtig. Aber einfach. Denn „mit ihnen kann man es ja machen.“

Wenn in den Medien über Verbrechen berichtet wird, stellt sich oft die Frage: welcher Nationalität gehört der Täter an? Welche Religion vertritt diese Person? Hass und Hetze wird geschürt. Es gibt Arschlöcher auf dieser Welt. Viele. Ob klein, groß, dick, dünn, heterosexuell, homosexuell, Christ, Jude, Muslim, Europäer, Asiate, Afrikaner, Amerikaner, Australier, links, rechts… In jeder Gruppierung gibt es Raudis, so wie es sie in jeder Schulklasse gibt. Aber das alles auf eine Gruppierung zu beschränken und zu pauschalisieren, wenn eins dieser Arschlöcher in den Vordergrund tritt, das ist ja das einfachste. Wieso auf einzelne Personen beschränken, wenn man doch alle über einen Kamm scheren kann.

Wieso können wir nicht einfach alle miteinander leben? Friedlich. Mit den verschiedenen und bunten Facetten, die jeder einzelne mit sich bringt. Hass bringt Gegenhass. Gewalt bringt Gegengewalt. Und Liebe erzeugt Liebe.

Ich werde hiermit nicht die Welt retten können. Das ist mir klar. Und ich halte mich politisch normalerweise lieber im Hintergrund. Aber das, was hier momentan passiert, das kann ich nicht akzeptieren. Wir alle sind Menschen. Wir sollten aufstehen für eine bessere Welt. Gegen Rassismus. Gegen Homophobie. Gegen Religionshass. Gegen Gewalt. Für ein friedliches Miteinander. Bitte überdenkt was ihr tut. Weder Rechts- noch Linksextremismus helfen uns weiter. Bezieht friedlich Stellung. Engagiert euch.

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CSD Nordwest, Oldenburg 2018

Wenn euch dieses Thema interessiert, dann schaut doch mal bei Wandernd vorbei, dort werden Beiträge zu „Blogger gegen Rassismus“ gesammelt. Viele haben bereits in den vorherigen Jahren ihre Stimme erhoben, viele stellen ihre Meinung jetzt dar. Sie erheben ihre Stimmen. So gibt es Beiträge unter anderem bei Mit Kind im Rucksack, Erkunde die Welt oder World Whisperer und wir haben bereits 2015 auf I kinda like music einen Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht.

Spread the love!

Hier noch ein zwei Videos, die zu diesem Thema passen:

Joko & Klaas „Das wird man wohl noch sagen dürfen #mundaufmachen“

Irie Révoltés – Antifaschist

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8 Gedanken zu “Blogger gegen Rassismus: #mundaufmachen

  1. Ein wirklich wunderschöner Beitrag! Natürlich können wir als Einzelperson nicht die Welt verändern, aber man sollte, wann immer möglich, gegen Ausgrenzung, Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Ähnliches protestieren. DANKE, dass du das hiermit gemacht hast! <3
    Ich kannte die Blogparade „Blogger gegen Rassismus“ noch nicht, werde mich aber gleich mal genauer informieren. Danke auch dafür!
    Ganz liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Michelle,
    ein sehr schöner und sehr wahrer Beitrag. Ich halte mich auch lieber aus politischen Diskussionen raus. Aber hier müssen wir einfach aktiv werden. Ich finde auch, dass jeder seine Meinung haben darf und soll, aber Extremismus ist – wie du ja auch schreibst – nie gut und kann nicht lange gutgehen.
    Ich danke dir für den Hinweis auf die Blogparade. Die kannte ich noch nicht. Ich gucke mal, mit welchem Beitrag ich daran teilnehmen kann.

    Viele liebe Grüße
    Kathi

    Gefällt 1 Person

  3. Ein guter Beitrag! Was ich erschreckend finde ist, dass es doch alles noch gar nicht so lange her ist. Es waren unsere Großeltern von denen ebenfalls viele vor Krieg und Vertreibung geflohen sind, über die gefrorene Ostsee liefen, auf Flüchtlingsschiffen untergingen. Ich finde es erschreckend, dass der Mensch offenbar so schnell vergisst und nichts lernt! Unso wichtiger zu zeigen, dass DIE nicht das Volk sind!
    Lg Miriam

    Gefällt 1 Person

  4. Liebe Michelle,

    ich halte mich generell auch aus der Politik raus. Es ist sehr traurig, dass die Welt sich nach den dunklen Zeiten sehnt. Egal wo man hinschaut. Es sind überall Spaltungen, die man wahrnimmt. Dabei könnte es alles so einfach und unkompliziert sein, wenn man sich gegenseitig die Hand gibt und sich in der Not hilft. Es ist vielleicht zu langweilig, wenn es den Menschen gut geht. Sie brauchen einfach mehr Action. Genau das machen sie jetzt. Action haben und spielen, damit irgendetwas passiert, gegen die Langeweile.

    Liebe Grüße, Selda

    Gefällt 1 Person

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