Paris – die Stadt der Liebe? Niemals!

Sommer 2016, die Woche vor dem Fußball-EM-Finale: mit meinem Freund zusammen war ich für eine Summer School in Paris. Von 09:00 bis 16/17:00 Uhr saßen wir also unsere Zeit in der Uni ab und widmeten uns vielen Vorträgen. Die einen mehr, die anderen minder interessant. Und nachmittags/abends konnten wir dann Paris erkunden. Aber fangen wir von vorne an.

Wir reisten mit dem Flixbus an. Wir hatten uns für eine Nachtfahrt entschieden. War erstens günstig und zweitens hatten wir dann etwas vom ersten Tag. Die Fahrt lief reibungslos und bis auf die stickige Luft im Doppeldecker, konnte ich auch einigermaßen gut schlafen über Nacht. Gegen halb 10 morgens kamen wir in Paris an und wollten eigentlich nur noch unser Gepäck loswerden und etwas frühstücken.

Doch nun ging es ans Fahrkarten ziehen. Wir hatten uns für den Paris Visite Pass für 5 Tage entschieden. Damit konnten wir dann problemlos durch Paris gurken. Wir wollten einfach nur die Tickets ziehen. Da kam ein Junge auf uns zu, der uns seine Hilfe anbot. Er stand direkt zwischen den Automaten und der Info und hatte einen Pass um den Hals. Sah ganz offiziell aus. War es leider nicht. Der kleine Pisser (verzeiht mir die Wortwahl) hatte uns einfach über’s Ohr gehauen und hat uns letztendlich um ca. 120 Euro bestohlen. Bestohlen, vollkommen übermüdet und hungrig und in einem fremden Land wäre ich am liebsten heulend wieder nach Hause gefahren.

Die Polizei hat ihn nicht erwischt. Immerhin war es nur Geld und nichts „wichtiges“.

Nachdem wir dann unsere Metrotickets hatten (die wir dann an der Info gekauft hatten!), machten wir uns auf dem Weg zum Hotel. Check-in war noch nicht möglich, erst gegen 15 Uhr, was uns ebenfalls ziemlich nervte. Der Portier war sehr unfreundlich, immerhin konnten wir unser Gepäck in einem kleinen Raum abladen.

Wir machten uns auf den Weg etwas zu Essen zu besorgen. Mittlerweile war es gut halb 12 und wir waren noch immer hungrig und vollkommen übermüdet. Bisher hatte die Stadt nur Unheil mit sich gebracht. Ein McDonalds war direkt um die Ecke, ein einfacher Hamburger für einen Euro und eine Cola sollten es erstmal tun.

Der McDonalds war ein wenig ranzig, die Mitarbeiter waren vollkommen überfordert. Ohje. Nun denn, wir bestellten am Automaten, zahlten an der Kasse und namen unsere beiden Hamburger und die Cola entgegen. Damit wanderten wir in den ersten Stock der Fastfood Filiale und setzen uns hin. Genüßlich biss ich in meinen Burger. Irgendwie war dieser sehr.. pappig? Ein kritischer Blick in das Innere der Brötchen brachte Aufschluss: ich hatte einen Hamburger ohne Fleisch bekommen. Jetzt ohne Witz! Da waren einfach nur ein Klecks Ketchup, ein Gürkchen und drei Zwiebeln (gefühlt) drauf. Wie bitte kann man bei einem HAMBURGER das FLEISCH VERGESSEN?! Paris meinte es nicht gut mit mir. Mit meinem pappigen Brötchen trottete ich zurück zur Kasse und legte meine vegetarische Variante des Hamburgers auf den Tresen. Die Bedienung starrte mich an und fragte mich ernsthaft „C’est froid?“. Für die, die kein Französisch sprechen: „Ist er kalt?“ Sie fragte ernsthaft, ob mein „Burger“ kalt sei. Bis sie verstand, dass mein Fleisch fehlte, dauerte es ein wenig. Aber irgendwann bekam ich dann einen neuen Burger, der auch eine pappige Bulette zwischen den Brötchenhälften aufwies.

McDonalds Hamburger

Paris hasste mich. Ich hasste Paris!

Die Tage darauf wurden besser und irgendwann hatte ich doch Spaß an Paris. Es war ganz schön, aber es gehört nicht zu meinen liebsten Reisezielen. Wird es auch nie werden. Die Menschen sind unhöflich und die Stadt stinkt an vielen Orten. Und der erste Eindruck? Ihr habt ihn ja grad selbst erlebt. Wäre mein Freund nicht dabei gewesen, ich weiß nicht, ob ich das nervlich überlebt hätte.

Das Sightseeing Programm bekommt ihr in diesem Blogbeitrag. Von den typischen Ecken, bis zur Atemnot auf den Treppen vom Eiffelturm bis zum schönsten Eis in Paris ist alles dabei :)

Wie war euer erster Eindruck von Paris? Yay oder nay?

Michelle

 

 

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14 Gedanken zu “Paris – die Stadt der Liebe? Niemals!

  1. Oops, da kam ja einiges zusammen! Einen Hamburger ohne Fleisch und unfreundliche Leute überall, ärgerlich! Der freche organisierte Diebstahl an der Metrostation – noch ärgerlicher! Bei manchen dieser Weltmetropolen bzw. Städte, die von Massen an Menschen besucht werden, passiert das leider.

    In Paris habe ich schon verschiedenstes erlebt, meist aber wohl Glück gehabt.

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  2. Oje, das hört sich gar nicht gut an!
    Meine Erinnerungen an Paris sind ähnlich. Letztendlich war es dann doch ein schönes verlängertes Wochenende damals. Naja, ich habe es darauf geschoben, dass reine Großstadt- „Urlaube“ nicht so meins sind und ich da einfach durch muss.
    Wenn ich es mit San Francisco und Seattle vergleiche, dann kann Paris einpacken! Schon allein, weil die Franzosen es nicht so mit der Freundlichkeit haben (zumindest mit so schlecht französisch sprechenden Touris, wir mir).
    Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag und hoffe, dass es noch besser wurde.
    LG
    Charnette

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    1. Lieben Dank für deinen Kommentar, Charnette :)
      Paris hat mir in der Hinsicht gar nicht gefallen. Das Sightseeing war gut.
      Dazu gab es bereits einen Beitrag, aber einen Beitrag zu Paris wird es wohl noch geben.

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  3. Liebe Michelle,
    oweh, das ist wirklich Pech. Mein Problem ist, dass ich deine Meinung vollkommen teile. Insbesondere nachdem ich nun schon ein paar Mal in Paris war, kann ich der Stadt leider so gar nichts abgewinnen.
    Und die Menschen, denen ich bisher dort begegnet bin, untermauern meine Meinung eher, als sie zu entkräften.
    Ich bin gespannt, wie deine weiteren Eindrücke der Stadt waren. ;)

    Viele liebe Grüße
    Kathi

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  4. Liebe Michelle,
    Paris zählt zu meinen liebsten Städten, in der ich schon oft war. Es tut mir so leid, dass du nur schlechte Erfahrungen gemacht hast. Gerade Montmartre mit den ganzen Künstlern und Sache Coeur haben es mir angetan. Stundenlang konnte ich dort verweilen. Vielleicht solltest du dieser Stadt eine neue Chance geben.
    Liebe Grüße, Selda

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  5. Ich war noch nie in Paris und wenn ich deinen ersten Eindruck so lese, dann muss ich auch nicht besonders dringend dorthin. ;) irgendwann auf jeden Fall, muss man ja schonmal gesehen haben aber da gibt es sohl reise– und tourifreundlichere Ziele auf meiner Bucket–List.
    LG Ina

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    1. Hey Ina!
      Ja, dem kann ich zustimmen. Aber deine eigene Meinung solltest du dir wohl bilden.
      Denn es gibt die Partei Pro Paris und die Contra Paris.
      Vielleicht machst du ja viel bessere Erfahrungen als ich :)

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  6. Hey Michelle,

    ich musste etwas schmunzeln über deine Burgergeschichte :-D Zugegeben, ich bin auch kein Fan von Paris. Ich war bereits auch 2 mal dort und fand es dort auch oft sehr schmuddelig und die Leute oft sehr unfreundlich.
    Wie Selda aber auch schon sagte gibt es mit dem Viertel um die Sacre Ceur auch schöne Orte.
    Mal schauen ob Paris eine dritte Chance bekommt :-D

    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch
    Fernweh-Koch bei Pinterest

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    1. Hey Henrik!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar :)
      Ich schaue auch mal, ob Paris irgendwann eine zweite Chance bekommt.
      Bei dir würde die dritte Chance ja passen im Sinne von: Aller guten Dinge sind drei.

      Viele Grüße!

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  7. Echt ärgerlich, was dir da passiert ist. Dass Paris an manchen Ecken stinkt, stimmt absolut. Der Rest… naja… hätte in jedem anderen Land und jeder anderen Stadt auch passieren können. Vor Klau, Check-In-Zeiten und blödem Fastfood ist man einfach nirgendwo gefeit.
    Ich fand Paris total klasse und hatte dafür mal ein verschimmeltes Hotel in London und einen Geldbörsenklau (mit Ausweis, Bankkarte usw) in einem Dorf in Österreich. Shit happens.
    Hoffentlich viel Glück bei deinen kommenden Reisen!
    LG
    Sarah

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