10 Dinge, die du vor dem Auslandssemester in Singapur erledigen solltest

Ich reise diesen Monat nach Singapur. Die Planung, die Vorbereitung, die unzähligen Arztbesuche – Wahnsinn, das hat Nerven gekostet! Nicht gerade wenig. Aber endlich steht mein Flugdatum: am 19.10.2017 soll es endlich losgehen. Für knappe sechs Monate verlasse ich Deutschland und forsche an einer der besten jungen Eliteuniversitäten weltweit. Ein bisschen stolz bin ich. Und mir geht der „Arsch auf Grundeis“ – auf gut Deutsch gesagt.

Ich möchte euch hiermit die Planung für einen längeren Aufenthalt etwas erleichtern. Eine To-Do Liste wäre super gewesen, aber aus eigener Erfahrung kann ich nun eine verfassen.

Was musst du vor deinem Auslandssemester in Singapur erledigen?

1. Impfungen

Sobald ihr wisst, dass es nach Singapur geht, kümmert euch um die Impfungen. Vorbereitung auf ein Auslandssemester ist das A&O. Ich habe Impfungen gegen Hepatitis A & B und Cholera (gegen E-coli Bakterien) bekommen. Und die Standardimpfungen (Tetanus, Polio, Diphtherie, Pertussis (gibt es als 4 in 1) und Mumps, Masern, Röteln) sollten aufgefrischt sein. Gerade bei den Hepatitis Impfungen solltet ihr euch mindestens(!) drei Monate vorher kümmern. Es wird eine Impfung durchgeführt, die zweite Impfung erfolgt nach einem Monat und die Komplettimmunisierung kann nach sechs Monaten erfolgen.

Das Ganze ist nicht ganz billig, bewahrt unbedingt die originalen Belege auf und reicht die bei eurer Krankenkasse ein.

Aber bitte informiert euch nicht ausschließlich über das Internet, geht damit zum Hausarzt oder Tropenmediziner. Der oben beschriebene Teil entspricht ausschließlich meiner persönlichen Erfahrung und soll nicht als Beratung oder ähnliches gelten.

Einen schönen Beitrag dazu findet ihr bei ferngeweht. Sabine erklärt dort, was sie davon hält sich bei Facebook nach Impfungen und Malariaprophylaxe zu erkunden.

2. Reisepass

Ohne Reisepass kein Einlass. So einfach ist das. Falls ihr noch keinen habt, schnappt euch ein biometrisches Passbild, euren Perso und ab zur Stadt. Da könnt ihr den für „schlappe“ 60 Euro erwerben. Hat bei mir ca. drei Wochen gedauert.

3. Visum/Aufenthaltserlaubnis

Super wichtig: kümmert euch darum, dass ihr ins Land kommt und dort bleiben dürft! Da ich ein halbes Jahr an der Uni forsche, bekomme ich einen „Training employment pass“ (TEP). Und den zu erhalten ist gar nicht so leicht. Die wollen echt alles wissen. Rasse, das Gehalt aller meiner Nebenjobs (natürlich umgerechnet in SGD), was ich mache, ob ich Krankheiten habe und vieles mehr. Setzt euch dazu mit der Uni oder Schule, die ihr besuchen wollt, in Verbindung. Die Formulare bekommt ihr zugeschickt. Kümmert euch unbedingt um englische Versionen eurer letzten Zeugnisse oder offizielle Übersetzungen. Das hat sehr viel Ärger verursacht bei mir.

Zurzeit habe ich den IPA-letter (in-principal approval), um aber den TEP zu erhalten, muss in Singapur noch ein HIV- und Hepatitis-B-Test und eine Röntgenaufnahme des Brustbereichs gemacht werden, um Tuberkulose auszuschließen. Das Ganze kostet mich dann bei der Abholung auch noch 150 SGD. Aber was tut man nicht alles für seine Zukunft? Plant dafür also früh genug viel Zeit, Geld und Geduld ein. Bürokratie ist nicht so einfach und absolut nicht euer Freund. Wie gesagt: Vorbereitung ist alles für ein Auslandssemester.

4. Auslandsversicherung

Kreditkarten haben häufig nur eine Versicherung für die ersten 45 Tage im Ausland. Das bringt bei mehreren Monaten nichts. Also besorgt euch da eine gute Versicherung, damit im Notfall auch nichts weiter schief geht. Meine zahlt sogar den Flug, wenn ich gesundheitsbedingt wieder nach Deutschland muss.

5. Kreditkarte

Jede Kreditkarte hat seine Vor- und Nachteile. Ich hab mich für die classic Visa-Card der Volks- und Raiffeisenbank entschieden. Reicht vollkommen. Wer unbedingt super viele Extras braucht, der sollte sich die Gold-Card zulegen. Und setzt das Limit nicht zu hoch. Falls die Karte mal verloren geht, auf welchem Wege auch immer, kann nicht zu viel Geld vom Konto abgehoben werden. Einige Personen raten auch dazu eine zweite Karte mitzunehmen, falls die erste verloren geht oder geklaut wird. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

6. Unterkunft

Für meinen Aufenthalt habe ich mir ein Student-Hostel gesucht. Mit eigenem Zimmer. Ist nicht gerade die günstigste, aber hoffentlich die gemütlichste Alternative. Wenn ihr also Studenten seid, dann kann ich euch folgende e-Mail empfehlen: sales8@eistudy.com

Ich kommuniziere seit längerer Zeit mit Xavier Eng Guan Chye. Er ist sehr sympathisch und antwortet schnell. Schreibt ihm einfach eure Daten (Name, Alter, Geschlecht) und wann ihr die Unterkunft benötigt. Dann am besten eine präferierte Lage oder wo es in der Nähe liegen sollte und schwupps bekommt ihr direkt Vorschläge. Ihr könnt alles per e-Mail klären und falls es Fragen oder Probleme gibt, dann könnt ihr euch dort immer melden. (Die anderen Alternativen waren auch gut, aber diese fand ich am einfachsten!)

7. Anreise

Wenn ihr eine Unterkunft in Aussicht habt, dann solltet ihr euch um eure Anreise kümmern. Ich fliege mit der Lufthansa von Bremen über Frankfurt nach Singapur. Die Rückreise hat einen Zwischenhalt in München. Das fand ich sehr angenehm. Turkish Airlines bietet auch recht günstige Flüge an, aber unter den momentanen Umständen lag es in meinem Interesse nicht in Istanbul umzusteigen. Wer es exotischer mag, der kann auch Flüge über Amsterdam, Paris, Helsinki, Dubai, Shanghai, Mumbai o.ä. buchen. Da findet sich für jeden was!

8. Adressänderung

Das A und O! Denkt unbedingt daran, dass wenn ihr eure Wohnung gekündigt haben solltet (sofern ihr keinen Zwischenmieter habt), dass ihr eure Adressen ändert: Krankenversicherung, Bank, Uni, mögliche Abos kündigen, Bahn.de, beim Arzt etc.

9. Einfuhrerlaubnis für größere Mengen Medikamente

Wenn man das Pech hat und täglich Medikamente zu sich nimmt, oder als Frau auch einfach nur die Pille nimmt, müssen größere Mengen unbedingt angemeldet werden. Dazu benötigt ihr ein Schreiben eures Arztes, welches den Namen der Tabletten, die Dosis und den Grund der Einnahme bestätigen. Außerdem muss ein Formular ausgefüllt werden, auf dem die genauen Tage in Singapur angegeben werden müssen, die Anzahl an Tabletten die eingeführt werden sollen und die aktiven Wirkstoffe und deren Konzentrationen müssen angegeben werden.

Das Formular gibt es hier.

Infos findet ihr hier.

10. Allgemeines

Denkt daran, dass ihr Geld wechselt und genügend Bargeld mitnehmt.

Ein Reiseadapter ist auch wichtig. In Singapur werden die Stecker benutzt, die auch in Großbritannien verwendet werden. Ich habe mir zwei Mehrzweck-Adapter geholt, die weltweit funktionieren. Einer auf Reserve – man weiß ja nie.

Ich glaube, das war erstmal das wichtigste. Falls mir noch was einfällt, dann wird die Liste erweitert. Wenn ihr noch gute Tipps habt: immer her damit!

Mit dieser Liste der Reisevorbereitung nehme ich an der Blogparade „Urlaubsvorbereitung: Tipps & Must-Haves“ Teil.

~ Michelle

 

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4 Kommentare zu „10 Dinge, die du vor dem Auslandssemester in Singapur erledigen solltest

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